Patienteninformation zu einfachen Kronen- und Brückenversorgungen


Liebe Patienten,

die Möglichkeiten einer Kronen- oder Brückenversorgung sind sehr vielseitig.
Unterschiede liegen unter anderem in der Ästhetik, Haltbarkeit und nicht zuletzt im Preis.
Als kleine Orientierung, welches die richtige Kronen- oder Brückenversorgung für Sie sein könnte, haben wir diesen Leitfaden entwickelt.

Vollkeramikkronen

Vollkeramikkronen sind die ästhetisch schönste Lösung. Die Kronen oder Brücken sind komplett aus Keramik, auf ein Metallkäppchen wird verzichtet. Da das Licht wie beim natürlichen Zahn durchscheinen kann, passen sie farblich genau, sie sind körperverträglich und lange haltbar.

Empresskronen und -brücken

Vorteile:

  • ausgezeichnete Ästhetik
  • keine dunklen Kronenränder
  • biokompatibel, keine Allergien bekannt
  • lange Haltbarkeit
  • reduzierte Plaqueanlagerung gegenüber den natürlichen Zähnen
  • Härte des Verblendmaterials entspricht dem natürlichen Zahn dadurch gleiches Abrasionsverhalten
  • Lichtdurchlässig, Lichtbrechung kommt dem natürlichen Zahn sehr nahe

Nachteile:

  • gewisser Platzbedarf erforderlich

Indikation:

Nur für Kronen und kleine Brücken bis maximal 3 Glieder geeignet.

Hinweise:

Bei toten Zähnen wegen des Durchscheinens des dunklen Zahnstumpfes nur eingeschränkt zu empfehlen.
Bestimmte Präpararionsrichtlinien müssen vom Zahnarzt beachtet werden.
Kronen können sowohl konventionell als auch adhäsiv (spezielle Klebeverbindung) eingesetzt werden. Adhäsiv wird empfohlen.
Das adhäsive einsetzen der Kronen ist für den Zahnarzt sehr aufwändig und zeitintensiv.

Zirkonoxidkronen und -brücken

Vorteile:

  • sehr gute Ästhetik
  • keine dunklen Kronenränder
  • biokompatibel, keine Allergien bekannt
  • lange Haltbarkeit
  • reduzierte Plaqueanlagerung gegenüber natürlichen Zähnen
  • gute Lichtbrechung da zahnfarbenes Gerüst
  • Härte und Abrasionsverhalten entsprechen dem natürlichen Zahnschmelz

Nachteile:

  • gewisser Platzbedarf erforderlich

Indikation:

Kronen und Brücken jeder Größe
auch geeignet bei stark verfärbten Zahnstümpfen oder toten Zähnen

Metallkeramikkronen

Metallkeramikkronen bestehen aus einem Metallgerüst, auf dem die Keramikmasse in einzelnen Arbeitsschritten schichtweise aufgetragen und gebrannt wird. Der fehlende Zahn wird so optisch ansprechend nachgebildet.
Bei der Verblendung wird entweder das komplette Metallgerüst verblendet (Vollverblendung) oder nur der nach aussen sichtbare Teil (vestibuläre Verblendung).

Vorteile:

  • gute Ästhetik
  • stabil
  • lange Haltbarkeit
  • reduzierte Plaqueanlagerung gegenüber den natürlichen Zähnen

Nachteile:

  • Bei Vestibulärer Verblendung evtl. Metall sichtbar beim Lachen, Gähnen und bei Mundöffnung
  • Metallgewicht
  • je nach Legierung sehr teuer (Goldpreis)
  • Allergierisiko (je nach Legierung)

Hinweis:

Bestehende Allergien sollten dem Zahnarzt unbedingt mitgeteilt werden.
Die Kronenränder im sichtbaren Bereich können in Form von Keramikschultern gestaltet werden, d.h. der Kronenrand besteht dort vollständig aus Keramik. Unschöne Kronenränder können dadurch vermieden werden, ist aber auch etwas teurer.

Kronen mit Kunststoffverblendung

Vorteile:

  • preisgünstiger als Keramikverblendung

Nachteile:

  • Verfärbungen durch Kaffee, Tee, Rotwein, Nikotin usw.
  • schlechtere Ästhetik als Keramik
  • schlechtere Haltbarkeit als Keramik
  • hoher Platzbedarf
  • sichtbare Kronenränder, wenn das Zahnfleisch im laufe der Jahre zurückgeht

Kunststoffkronen

Reine Kunststoffkronen sind als langfristige Versorgung mangels Stabilität ungeeignet. Sie dienen ausschließlich der provisorischen Versorgung.

Vollgußkronen

Vollgußkronen werden komplett aus Metall hergestellt. Aus ästhetischen Gründen werden sie vor allem im nicht sichtbaren Seitenzahnbereich verwendet. Sie sind preisgünstig, stabil und lange haltbar.

Legierung:

Die Auswahl der zu verwendenden Legierung wird gemeinsam mit dem Zahnarzt getroffen. Er wird bei der Auswahl berücksichtigen, ob eventuell Allergien gegen Metallbestandteile vorliegen.
Die Legierung ist wegen des hohen Goldpreises zu einem erheblichen Kostenfaktor geworden.